I-FIRE – Dieser Groove weht direkt aus Hanseatien quer übers Land
Hier in Bergedorf, einem im Südosten des bekannten norddeutschen Stadtstaates gelegenen Stadtteil, formierte sich 2004 eine Truppe, welche die etwas altbackene Bezeichnung “Mitmach-Reggae” keineswegs scheut. Im Gegenteil: Wo immer die I-FIRE-Mannschaft, sei es im kleinen Club oder im Rahmen eines größeren Open-Airs, eine Bühne betritt, ist Spaß für die Akteure und deren Publikum angesagt.
Zusammen mit den ersten Frühlingsstrahlen treffen sich traditioneller Roots-Reggae-Sound und treibende Hip-Hop-Grooves zum Sommer-Jam. Feinste Dancehall-Tunes erweitern das Repertoire der hanseatischen Off-Beat-Formation und mit der zweiten CD „Bigger Better Hotter“ (2010) setzen I-FIRE die Maßstäbe noch mal einen Level höher.
Schnelle Rap-Texte zeigen Hip-Hop-Elemente auf höchstem Niveau und wie gewohnt in perfektem Timing. Die Hooks berauschen in üblicher Art und sorgen für ein aufdringlich-sonniges Soundspektakel im Gehörgang. Die bassigen Rhymes geben den Songs den passenden karibischen Vibe.
Musikalisch erweitern die Off-Beat-Performer das Spektrum, vereinzelt stark Richtung elektronisch angehauchten Dancehall. Für den unschlagbaren Klang der Hammond-Orgel kann man richtig dankbar sein – und wünscht sich einfach mehr davon. Auch trumpft das Bläser-Duo wieder in Höchstform auf und schlägt sogar einige melancholische Töne an.
Der grandios gemixte Sound schraubt sich in Ohren und Beine, die – einmal in Bewegung – keine Ruhe mehr finden. Stand der Dinge: Tanzbarometer auf Durchbruch.
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